Kroatenwallfahrt nach Mariazell

Tausende Kroaten aus dem Burgenland, der Slowakei und Ungarn pilgern von Freitag, 24. bis Sonntag, 26. August 2018 bereits zum 95. Mal nach Mariazell und feiern gleichzeitig „45 Jahre Mariazeller Wandermuttergottes“.

Die Wandermadonna wird jedes Jahr anlässlich der „Kroatenwallfahrt“ nach Mariazell getragen und danach einer anderen kroatischen Gemeinde zugeteilt. Seit der Ostöffnung 1989 wird diese Marienstatue nicht nur im Burgenland, sondern auch an kroatische Gemeinden, in Ungarn oder der Slowakei weitergegeben. Die Gnadenstatue war ein Geschenk des Superiors von Mariazell anlässlich des 50-jährigen Wallfahrtsjubiläums. Die Idee, die Gnadenstatue innerhalb der kroatischen Gemeinde wandern zu lassen, stammt vom ersten Eisenstädter Diözesanbischof Stefan Laszlo, aus dieser Idee ergab sich eine jahrelange Tradition, die bis heute gepflegt wird.

Kroatenwallfahrt 2017, Foto: Josef Kuss

Kroatenwallfahrt 2017, Foto: Josef Kuss

Wallfahrtsablauf:

  • Freitag, 24. August
    13:00 Uhr: Einzug in die Basilika und Wallfahrergottesdienst mit Bischofsvikar P. Stefan Vukits OMV
    18:30 Uhr: Abendmesse in der Basilika
  • Samstag, 25. August
    7:00 Uhr: Heilige Messe in der Basilika
    10:00 Uhr: Heilige Messe in der Basilika, musikalisch umrahmt von der Musikgruppe Tamburizza aus Parndorf
    14:30 Uhr: Kreuzweg auf den Kalvarienberg
    18:15 Uhr: Rosenkranz beim Gnadenaltar in der Basilika
    19:00 Uhr: Festgottesdienst in der in der Basilika mit dem Diözesanbischof von Eisenstadt, Mag. Dr. Ägidius J. Zsifkovics und musikalisch umrahmt von der Pfarre Eisenstadt sowie der Musikgruppe Tamburizza, anschließend Lichterprozession durch Mariazell
  • Sonntag, 26. August
    7:00 Uhr: Heilige Messe beim Gnadenaltar in der Basilika
    10:00 Uhr: Festgottesdienst beim Hochaltar in der Basilika mit Diözesanbischof von Hvar, Dr. Petar Palić, gestaltet von der Pfarre, dem Chor und Tamburizza aus Narda mit KUD Mura aus Szombathely, Ungarn

Kroatenwallfahrt – eine langjährige Tradition

Die etwa 35.000 bis 40.000 burgenländischen Kroaten, von denen ungefähr 15.000 in Wien leben, bilden die größte der sechs gesetzlich anerkannten autochthonen Volksgruppen in Österreich. Seit 1923 pilgern Kroaten aus den gemischtsprachigen Pfarren des Burgenlandes, der Slowakei und Ungarns jedes Jahr nach Mariazell .

Bericht: Mariazell Online
Foto: Josef Kuss
Quelle: Basilika Mariazell, Kathpress

Eine Antwort

  1. Pia Klawatsch sagt:

    Neben der Idee von Diözesanbischof Stefan Laszlo fehlt mir die Erwähnung jenes Priesters, dem die Gnadenstatue als Dank für seine Bemühungen um die Kroatenwallfahrt nach Mariazell zum Geschenk gemacht wurde. Das war nämlich Martin Mersich, der Jüngere, Neffe von Martin Mersich, dem Älteren, der schon vor ihm als Pfarrer von Großwarasdorf die Wallfanrt nach Mariazell zur Tradition werden ließ.

    Aus meiner Sicht war der Termin Ende August so gewählt, um neben der Verehrung der Mariazeller Gnadenmutter auch für die von den Feldern eingebrachte Ernte Dank zu sagen und um Gedeihen fürs nächste Jahr zu bitten.

    Martin Mersich, der Jüngere, war der Cousin meiner Großmutter.

    1933 nahm Pfarrer Martin Mersich, der Ältere, meinen Vater, damals 11-jähriger Bauernbub aus Großwarasdorf, als Ministranten mit nach Mariazell. Seine Schwester Katharina Mersich lud meine damals 9-jährige Mama ebenso nach Mariazell ein. Schon damals verliebte sich der kleine Hans in Mariazell in die kleine Jolanta aus Wien…
    Nach der Heimkehr meines Vaters aus russischer Gefangenschaft heirateten meine Eltern 1950, getraut von Pater Augustin Blazovich – Neffe von Martin Merisch, dem Jüngeren – der 1951 meinen Vornamen Pia vorschlug und mich taufte.

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