Kräutersegnung zu Maria Himmelfahrt

Wie bereits vor geraumer Zeit berichtet wurde im Mai 2014 ein Brauchtums-Stammtisch im Mariazeller Land ins Leben gerufen.

Zum Hochfest Maria Himmelfahrt gibt es wieder eine Brauchtumsveranstaltung, deren „Wiederbelebung“ auch diesem Stammtlisch zu verdanken ist. Vom Kräuter Sammeln und Suchen über das Binden eines Kräuterbüscherls bis hin zur Kräutersegnung – auf drei Tage verteilt lernt man Schritt für Schritt diesen Brauch kennen.

 

„Die Kräutersegnung zu Mariä Himmelfahrt geht auf ein Brauchtum zurück,
das auch bereits lange vor dem Christentum von den Kelten und Germanen gepflegt wurde.“

Brauchtums-Stammtisch

Mittwoch, 13. August 2014, 15 Uhr
Das Ziel ist ein eigener, selbstgebundener Kräuterstrauß, welcher abschließend gesegnet wird. Dafür benötigt man natürlich zuerst die Kräuter. Hans Reiter führt Sie auf eine Kräuterwanderung, Treffpunkt ist um 15:00 Uhr am Parkplatz P5 (Höhnparkplatz) in Mariazell. Hier werden zuerst Fahrgemeinschaften gebildet, dann geht es im Rahmen dieser Wanderung ans Sammeln der Kräuter.

Donnerstag, 14. August 2014, 15 Uhr
Am nächsten Tag werden mit Johanna Erber die gesammelten Kräuter zu einem Strauß gebunden. Treffpunkt ist wiederum um 15:00 Uhr beim Gasthof Franzbauer im Salzatal in Gußwerk.

Freitag, 15. August 2014, 10 Uhr – Hochfest Maria Himmelfahrt
An letzten Tag der dreitätigen Brauchtumsreihe werden die zu einem Strauß gebundenen Kräuter in die Pfarrkirche Gußwerk gebracht, wo die Kräutersträuße gesegnet werden.

 

Hier noch eine kurze Information zum Brauch „Kräuterweihe“ (Text zur Verfügung gestellt vom Brauchtums-Stammtisch Team):
Kräuterweihe am Hochfest Maria Himmelfahrt am 15. August: In katholischen ländlichen Regionen hat sich zu diesem Fest – der 15. August gilt als „Frauentag“ – bis heute ein reichhaltiges Brauchtum erhalten. Als Hochfest hat dieser Feiertag einen besonderen Stellenwert im Kalender. Maria-Himmelfahrt am 15. August ist der Auftakt zur wichtigsten Kräutersammelzeit des Jahres. Heilpflanzen, die während dieser Zeitspanne gesammelt werden, übertreffen alle anderen Kräuter an Kraft und Wirkung – mit Ausnahme der Johanniskräuter, die bereits zur Sommersonnenwende gepflückt werden.

Es ist immer noch mit sehr viel Magie verbunden, einen solchen Kräuterbusch zusammenzustellen. Die geweihten Kräuter sollen vor allerlei Verzauberungen und Krankheiten schützen, aber auch für Eheglück, Kindersegen und vieles mehr hilfreich sein. Das ganze Jahr über nahm man auch vom Kräuterbusch, um zu räuchern. Besonders heilkräftige Wirkung sagt man dem Kräuterstrauß nach, wenn man ihn mit Weihrauch vermischt und im Krankenzimmer damit räuchert.

Die Kräuter werden zu einem dicken Busch gebunden, in der Kirche geweiht und mit nach unten hängenden Blüten zum Trocknen aufgehängt (in den alten Bauernstuben wird der Kräuterbusch in den Herrgottswinkel gehängt). Ist der Kräuterbusch schön trocken, zupft man einige Kräuter ab, zerreibt sie und vermischt sie evtl. mit Weihrauch und räuchert alles zusammen.

 

Barbara Schuster, Brigitte Pollerus-Ullreich und Andreas Schweighofer (das Brauchtums-Stammtisch Team) freut sich auf zahlreiche Teilnehmer. Eine Anmeldung bei Andreas Schweighofer (telefonisch unter der Telefonnummer 0664 / 12 71 753) ist erforderlich.

 

Bericht: Mariazell Online
Quelle: Brauchtums-Stammtisch

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.