Riesige Energiegeneratoren für Himmelstreppe

„Die drei Umformer für die Energieversorgung der Mariazellerbahn sind beim neu errichteten Umformerwerk in Klangen eingetroffen. In Kürze werden sie installiert und liefern dann den Strom für die Himmelstreppe“, informiert Verkehrslandesrat Karl Wilfing.

„2,2 Mio. Euro werden in die drei Maschinensätze investiert, von denen jeder ein Gewicht von 20 Tonnen und Abmessungen von 6×1,8 Meter hat“, so Wilfing. Die Umformer sorgen dafür, dass die Strecke der Mariazellerbahn energietechnisch gut erschlossen wird. Sie liefern die erforderliche Fahrspannung für die Himmelstreppe. „Insgesamt investieren wir in das Umformerwerk rund 4 Mio. Euro“, so Wilfing.

Verkehrslandesrat Karl Wilfing und der Projektverantwortliche Gerhard Kirschenhofer (Leiter Energie und Signaltechnik) bei der Anlieferung der Umformer, welche die Energieversorgung der Mariazellerbahn in Zukunft verbessern werden. ©NÖVOG/Luger

„Mit der Produktion der Generatoren haben wir das Linzer Unternehmen Hitzinger beauftragt, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der individuellen Stromversorgung, das beispielsweise für die Notversorgung vieler Flughäfen verantwortlich ist“, erklärt der Projektverantwortliche Gerhard Kirschenhofer (Leiter Energie und Signaltechnik). Jeder der drei Generatoren hat eine Leistung von 1.250kVA. Aufgabe der drei rotierenden Umformer ist es, die 20kV Netzspannung des derzeitigen Energieanbieters EVN in die für die Mariazellerbahn benötigte Fahrspannung von 7kV umzuwandeln. „Zwei Umformer werden permanent im Einsatz sein, während der dritte für den Standbymodus und bei Stoßzeiten zur Verfügung steht“, so Kirschenhofer. Die Mariazellerbahn stellt im europäischen Raum eine Rarität dar und die Frequenz mit der sie fährt ist einzigartig. Die Frequenz aus der Steckdose beträgt 50Hz, die Frequenz für die Mariazellerbahn muss jedoch 25Hz betragen. Für die Umformung in die passende Spannung sorgt in Zukunft das Umformerwerk Klangen“, erklärt Kirschenhofer die Hintergründe.

„Bereits im November 2013 soll der Einbau der Generatoren abgeschlossen sein. Der Testbetrieb der Generatoren wird mit Ende 2013 aufgenommen. Ab April 2014 soll die Energieversorgung aus Klangen erfolgen“, informiert Kirschenhofer.

 

Umformerwerk Klangen: Bauarbeiten schreiten rasch voran
Derzeit laufen die Bauarbeiten für das Umformerwerk Klangen auf Hochtouren. Die massive Bodenplatte ist fertiggestellt, auch die Seitenwände sind bereits hochgezogen. Mit der Ausführung ist das niederösterreichische Bauunternehmen Trepka mit Sitz in Obergrafendorf beauftragt worden. „Um den Anforderungen der Elektrotechnik zu entsprechen, sind in der Fundamentplatte 20 Tonnen Eisen verbaut worden“, erklärt Kirschenhofer. „Die Gebäudefertigstellung ist bis November 2013 geplant, die Kosten belaufen sich auf 900.000 Euro“, so Wilfing abschließend.

 

Bericht und Fotos:

NÖVOG

 

 

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