Günter Rappel geehrt

Qualitätsvoll: Günter Rappel, (fast) ehemaliger Leiter der Postzustellbasis Mariazell, hat mit seinem Team den Post Logistic Award bekommen.

 

Günter Rappel geehrt

Kurz vor der Pension räumt Langzeit-Postfuchs
Günter Rappel einen Preis ab. Foto: KK

 

In der Postzustellbasis Mariazell hört man nur Gutes über den Chef Günter Rappel: „Er ist immer voll auf Zack gewesen.“ „Gewesen“ deshalb, weil Rappel in Pension geht. Der Chef gibt das Kompliment an sein Team zurück. „Ich bin gewaltig stolz auf meine Kollegen. Ohne sie erreicht man seine Ziele nicht.“

Erreicht hat Rappel, dass er mit seinem Team den Post Logistic Award gewonnen hat. In der Kategorie Qualität holten sich die Mariazeller den ersten Platz. Wobei Qualität heißt, dass die Post schnell beim Kunden ist, innerhalb von 24 Stunden nach der Aufgabe. „Auch wenn es draußen zwei Meter Schnee hat“, sagt Rappel als witterungsbeständiger Einwohner des Mariazellerlandes.

Qualität heißt für das Team der Postzustellbasis auch, dass man mehr tut, als nur die Post abzuliefern. Da ist das persönliche Gespräch mit dem Kunden, wenn die Post gebracht wird und es ist auch selbstverständlich, dass Post, die der Kunde wegschicken will, wieder mitgenommen wird. Denn gerade für ältere Kunden ist das Hilfe zur Bewältigung des Alltags, weil viele nicht mehr mobil sind.

Kundennähe war gelebte Praxis bei Rappel. Der begeisterte Postler hat 17 Jahre lang als Filialleitervertreter in der ganzen Steiermark gearbeitet. Von daheim war er es gewohnt, mitanzupacken, und so ging er Kunden bei allem zur Hand und tat Dinge, die vom Postfuchs normalerweise nicht zu machen sind. „So ist das bei uns am Land.“ Und so half er auch in Stadtfilialen Kunden beim Formulareausfüllen, wenn sich jemand nicht auskannte, und sorgte so für überraschte Dankbarkeit.

Seit 1973 war Rappel bei der Post, neun Jahre lang Leiter der Zustellbasis in Mariazell. Rappel wird nun in der Pension mit seiner Frau Christa das Privatleben genießen. Zeitlich genau passend, ist der Mariazeller Opa geworden. „Jetzt habe ich Zeit“, freut sich Rappel schon auf seinen Enkelsohn.