Papstbesuch

Rege Betriebsamkeit in Mariazell.

Für den Papstbesuch am 8. September in Mariazell sind ab sofort Anmeldungen möglich. Nur mit einer Zählkarte kommt man an diesem Tag nach Mariazell hinein. Bereits jetzt kann man schon kostenlos Zählkarten übers Internet oder beim zuständigen Pfarramt beantragen. Nur mit einer solchen Karte erhält man Zutritt auf das Festgelände rund um die Basilika. Wie der Veranstalter, die österreichische Bischofskonferenz, mitteilte, hat Mariazell zwar eine lange Pilgertradition und konnte bisher auch größere Menschenmengen bewältigen, allerdings muss aufgrund der geographischen Lage und der schwierigen Verkehrsinfrastruktur bei der Organisation den Gläubigen gegenüber verantwortungsvoll vorgegangen werden.

Eine direkte Anreise mit dem eigenen Auto wird nicht möglich sein. Die dafür notwendigen Pilgerbusse wurden bereits organisiert, einen Fußmarsch von maximal vier Kilometer wird man aber in Kauf nehmen müssen.

Mehr als 5000 Pilger haben sich bisher schon für den Papstbesuch registrieren lassen. Bis zu 50.000 Besucher werden zum Papstbesuch in Mariazell erwartet.

Anmeldeformulare gibt es auf www.mariazell2007.at oder liegen in Pfarrämtern und Kirchen auf.

Rege Betriebsamkeit in Mariazell
Rund um den Mariazeller Hauptplatz wird gehämmert und gebohrt, Fassaden werden gestrichen und Gerüste werden auf- und abgebaut. Es lässt sich bereits erahnen, in welchem Glanz Mariazell beim Besuch von Papst Benedikt XVI am 8. September anlässlich des 850-Jahr-Jubiläums erstrahlen wird.

Bereits enorm verändert hat sich der Vorplatz der Basilika. Der Platz wurde vergrößert und neu gepflastert. Laut Pater Superior Karl Schauer ist der Raum um die Basilika wieder zu einem Platz geworden, wo man sich versammeln, ausruhen und wohlfühlen kann. Entlang der renovierten Mauern wurden bereits Buchsbäume gepflanzt, die Lichtanlagen und Lautsprecher montiert. Sitzbänke zum Verweilen für müde Wanderer werden demnächst angebracht.

Mehr Platz um die Basilika
Um den Menschenmassen mehr Raum bieten zu können, wurde für den Papstbesuch ein Grundstück, das dem Bezirksgericht und den Bundesforsten gehörte, erworben und so konnte eine zusätzliche Fläche von mehr 3000 Quadratmetern geschaffen werden. Dieser Platz wird ebenfalls gepflastert und voraussichtlich bis Ende Juni fertiggestellt. Anschließend an diesen Platz befinden sich derzeit Parkplätze. Für den Papstbesuch werden diese jedoch zu einer Sakristei für zirka 2000 Priester umfunktioniert. Diese zweite Ebene – die mit Treppen mit dem oberen Platz verbunden wird – soll später für große Veranstaltungen genutzt werden und ermöglicht es anderen Besuchern ungehindert die Basilika zu besuchen. Der Altar für Papst Benedikt wird auf dem neuen Podium am Vorplatz rechts von der Basilika sein.

Bereits fertig ist die Michaelskapelle am hinteren Ende der Basilika. Wie in alten historischen Ansichten steht die Kapelle nun passend im Gotischen Stil wieder auf einem Hügel. Dazu musste nur die Basilika von Unmengen an Schutt und Erde freigeschaufelt werden; mehr Platz wurde damit auch geschaffen.

Ohne Stufen zum Gnadenaltar
Die Tagespilgerstätte am hinteren Eingang der Basilika, die über WC, Duschmöglichkeit und Aufenthaltsraum verfügt, wird am Tag des Papstbesuches vor allem geh- und körperbehinderten Menschen zu Verfügung stehen. Die Basilika ist übrigens bis zum Hauptaltar barrierefrei zu erreichen. Es befinden sich auch Orientierungsstreifen für Sehbehinderte am Boden, die direkt in die Basilika sowie die WC-Anlagen führen.

Große Videowalls rund um die Basilika werden auch allen anderen Besuchern die Möglichkeit geben, alles live mit zu erleben. Geplant ist, dass der Papst mit dem Papamobil vom Flugplatz aus in Schleifen durch die Zuschauerränge fährt, bevor er bei der Basilika eintrifft.

 

Bericht „Obersteirer“