Herbst in den Alpen
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zwischen 4. und 24. September 2016
 
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Pilgerwege

Texte zur Verfügung gestellt von E. und F. Käfer

Pilgerwege nach Mariazell (früher Mariazellerwege 06)

Gesamtlänge: 1100 km

 

ALLGEMEINES

Das Mariazeller Wallfahrerwegesystem 06 wurden 1980 eröffnet. Die Wege verlaufen durch die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten und Steiermark und setzen sich aus mehreren traditionellen Wallfahrerwegen, die nach Mariazell führen, zusammen. Dieses Wegesystem stellt gleichzeitig auch eine Verbindung der Landeshauptstädte Wien, St. Pölten, Eisenstadt, Salzburg, Linz, Klagenfurt und Graz mit Mariazell dar.

Mariazeller Basilika

Der „Wiener Mariazellerweg 06“ (ca. 125 km):

Den Ausgangspunkt bildet der südwestliche Wiener Stadtrand bei Wien-Rodaun bzw. Perchtoldsdorf (265 m). Von dort geht es durch den südlichen Wienerwald nach Heiligenkreuz (Heiligenkreuz kann auch von Mödling/St. Othmar Kirche über das Urlauberkreuz, die Seegrotte, die Höldrichsmühle, Gaaden, den Ausjagdboden und das Weiße Kreuz erreicht werden). Weiter über Mayerling (326 m) nach Maria Raisenmarkt (371 m) am Fuße des Peilstein (716 m).

Über den Wallfahrtsort Hafnerberg (478 m) geht es in den alten Wallfahrtsort Kleinmariazell (432 m) und nach Kaumberg (494 m). Später zur Araburg (799 m) und von dieser zum Kieneck (1106 m). Weiter zum Unterberg (1187 m), hinunter nach Rohr im Gebirge (683 m) und in die Kalte Kuchl (732 m). Über St. Ägyd am Neuwalde (588 m) zum Kernhofer Gschaid (963 m), hinunter in die Walster (834 m) und zum Hubertussee sowie durch das Halltal (785 m) in den Gnadenort Mariazell (868 m).

Leichte bis mittlere Touren.

 

Der „Niederösterreichische Mariazellerweg 06“ (ca. 255 km):

Dieser führt vom Waldviertler Freiwald über die Kamptalseen, den Horner-, Gföhler- und Dunkelsteinerwald sowie die Türnitzer Alpen ins Mariazellerland. Er beginnt dabei auf dem aussichtsreichen Gipfel des Nebelstein (1017 m), zieht über St. Martin (621 m), Rosenau, Zwettl (518 m), Ottenstein, Krumau (370 m) und Wegscheid nach Rosenburg (265 m) mit seiner herrlichen Burganlage. Weiter über Tautendorf (434 m) und Schiltern, Senftenberg (254 m) nach Stein a.d. Donau (199 m) und durch den Dunkelsteinerwald (598 m) in die Landeshauptstadt St. Pölten (271 m). Nun über Wilhelmsburg auf den Kaiserkogel (716 m) und über den Hohenstein (1195 m) nach Türnitz (466 m). Von Türnitz kann auch über den Tirolerkogel (1377 m) nach Annaberg gewandert werden, wobei von letzterem Ort alternativ über Schmelz oder Joachimsberg der Ort Josefsberg erreicht werden kann. Der Hauptweg führt über Ulreichsberg (871 m) in die Walster, die Variante über den Tirolerkogel (1377 m) und Annaberg (976 m) nach Mitterbach am Erlaufsee (789 m) und Mariazell (868 m).

Leichte bis mittlere Touren.

 

Der „Burgenländische Mariazellerweg 06“ (ca. 145 km):

Von der Landeshauptstadt Eisenstadt (182 m) zieht der Weg über Großhöflein (194 m) zur bekannten Burg Forchtenstein (490 m) im Rosaliengebirge (720 m), weiter nach Pitten (376 m) im gleichnamigen Tal. Dann nach Würflach (430 m) und durch die romantische Johannisbachklamm (517 m) nach Puchberg am Schneeberg (582 m). Nun über die Mamauwiese (957 m) ins Höllental nach Schwarzau im Gebirge (601 m) bzw. über die Gscheidlhöhe (1134 m) zum Lahnsattel (1015 m) und nach Terz (855 m). Weiter durch das Obere- und Untere Halltal (785 m) in den Gnadenort.

Leichte Touren.

 

Wanderführer (Wegbeschreibung): E. und F. Käfer: „Pilgerwege nach Mariazell“, Band Ost + Nord, 6. völlig erneuerte Auflage 2009, Verlagsgruppe Styria, Graz, www.verlagsgruppestyria.at, 144 Seiten, € 14,95 (zuzüglich Porto bei Postversand), enthält die Mariazellerwege  von Wien, Niederösterreich und Burgenland. Erhältlich im Fachhandel und über die Sektionsadresse.

Mariazeller Bailika

Wenn Sie diesen Wanderführer lieber zugesandt bekommen möchten, dann schicken Sie uns einfach eine Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at.

 

Der „Salzburger Mariazellerweg 06“ (ca. 310 km):

Er verläuft von Salzburg aus auf der Trasse des Voralpenweges 04 (sporadisch auch mit Tafeln 06 „Salzburg – Frauenstein – Mariazell“ bezeichnet) über den Gaisberg (1287 m) – Faistenau (786 m) – Fuschl am See (675 m) – St. Gilgen (545 m) bis in den Bereich des Willeitenberges, wo die Wanderung auf dem oberösterreichischen Mariazellerweg 06 Richtung Maria Neustift (bis Waidhofen an der Ybbs Gleichlauf mit Voralpenweg 04) und weiter bis Mariazell fortgesetzt wird.

 

Ab St. Gilgen besteht die Möglichkeit, den Schafberg und das Höllengebirge auf lokalen Wegen wie folgt zu umgehen: zunächst über Fürberg (540 m) – Falkenstein (717 m) – St. Wolfgang im Salzkammergut (548 m) – Schwarzenbach (551 m) – Weinbach (520 m) – Windhag und entlang der Ischl nach Bad Ischl (469 m), um dann weiter nach Kösselbach (456 m) – Bhf. Langwies (445 m) – über die Traunbrücke und den Soleweg nach Ebensee (465 m) zu gelangen. Ab hier wird die Wanderung auf dem Voralpenweg 04 – wie eingangs beschrieben – über Habernau (577 m) – Steyerling (520 m) – Frauenstein (503 m) – Grünburger Hütte (1080 m) – Ternberg (341 m) und Willeitenberg (837 m) fortgesetzt.

 

Ferner kann man von St. Wolfgang im Salzkammergut aus über den Kalvarienberg (620 m), die Mauruskapelle und auf dem Sattelweg (Nr. 7 und 8) zum Schwarzensee (716 m) gelangen und auf dem Eisenauweg bzw. den Valerieweg durch die Burggrabenklamm nach Burgbachau (479 m) wandern. Weiter führt der Weg dann am Ostufer des Attersees nach Weißenbach am Attersee (479 m) und auf dem Voralpenweg 04 über das Höllengebirge via Hochleckenhaus (1574 m) – Pfaffengraben (1354 m) – Grünalmkogel (1821 m) – Rieder Hütte (1752 m) – Feuerkogel (1597 m) nach Ebensee. Weiter wird dann dem Voralpenweg 04 gefolgt – wie oben beschrieben.

 

Der „Oberösterreichische Mariazellerweg 06“ (ca. 175 km):

Ausgangspunkt dieses Weges ist der Pöstlingberg bei Linz (539 m). Er zieht über die Landeshauptstadt Linz (260 m), das Stift Florian, den weltberühmten Ort Christkindl, die alte Bezirksstadt Steyr (310 m) – ab dem Willeitenberg Gleichlauf mit dem Salzburger Mariazellerweg – , den Plattenberg und Spadenberg (1000 m) hinüber nach Maria Neustift (613 m), Konradsheim (651 m), Waidhofen an der Ybbs (362 m), Gscheid (843 m), sodann weiter über Lunz am See (601 m), Lackenhof am Ötscher (809 m), den Riffelsattel (1283 m), die Ötschergräben (681 m) und Mitterbach am Erlaufsee (789 m) nach Mariazell.

Leichte bis mittlere Touren.

 

Der „Kärntner Mariazellerweg 06“ (ca. 135 km bis Eibiswald, sodann weitere 215 km):

Der Kärntner Mariazellerweg zieht von der Landeshauptstadt Klagenfurt (446 m) durch die kulturhistorisch bemerkenswerten Orte Maria Saal (505 m) und den Magdalensberg (1059 m) nach Brückl im Görtschitztal (498 m). Dann in den Sonnenort Diex (1290 m), über Griffen (484 m) und den Martinikogel (841 m) nach Lavamünd (348 m) sowie in das Sobothgebiet (1430 m). Dann durch die Orte Soboth (1065 m), Rothwein und Aibl in den bekannten Grenzort Eibiswald (361 m). Von hier verläuft er auf dem „Steirischen Mariazellerweg“ in den Gnadenort Mariazell.

Leichte bis mittlere Touren.

 

Um einem von Kärntner Mariazellergehern oft geäußerten Wunsch gerecht zu werden, auf einem kürzeren Weg Mariazell zu erreichen, werden folgende Möglichkeiten geboten:

Vorerst wird die Wanderung – wie vorgesehen – von Klagenfurt zum Magdalensberg aufgenommen.

 

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

 

Entweder auf dem mit gelben Wegtafeln und mit einem „H“ bezeichneten „Hemmaweg“ (Wanderführer im Fachbuchhandel) über St. Georgen am Längsee (593 m) – Maria Wohlschart (604 m) – Passering (531 m) – Kappl am Krappfeld (594 m) – Mariahilf (899 m) und Guttaring (642 m) nach Maria Waitschach (1155 m) zu gelangen. Weiter auf bezeichnetem Fußweg (nördlich, „Judenburger Weg“) zunächst zur Landesstraße, dann über St. Martin am Silberberg (1101 m) zur St. Martiner Hütte (1710 m) und über die Feldalmhütte (1707 m) nach Reichenfels (809 m) (Kärntner Grenzweg, mittlere Tour).

 

Oder aber vom Magdalensberg die Wanderung wie beschrieben nach Diex fortsetzen und von dort auf dem „Eisenwurzenweg 08“ die Wolfberger Hütte (1827 m) zu erreichen. Über die Saualpe (2079 m) weiter zum Klippitztörl (1644 m) und zur Hohewarthütte (1720 m) und sodann hinab nach Reichenfels (809 m), wo der Zusammenschluss mit der vorerwähnten Variante erfolgt (mittlere Tour).

Bei dieser und der folgenden Variante handelt es sich um ein alpines Unternehmen, das zwar bei Schönwetter problemlos zu bewältigen ist, bei widrigen Wetterverhältnissen jedoch größte Vorsicht verlangt.

 

Gemeinsam geht es weiter auf dem Oberlavanttaler Rundweg zur Peterer Hütte (1590 m) und über den Peterer Sattel (1745 m) – wo der Nord-Süd-Weg 05 erreicht wird – zum Salzstieglhaus (1543 m) und zum Gaberl (1547 m), sowie über das Oskar-Schauer-Sattelhaus (1394 m) zum GH Gleinalm (1586 m). Über den Gleinalpenzug (1988 m) (Markierung bis Herrenkogel 02 und 05, ab hier 02A) wird das Hochanger-Schutzhaus (1304 m) erreicht und nach Bruck/Mur (491 m) abgestiegen. Nun zum Bahnhof und an diesem vorbei hinauf auf den Pischkberg (760 m). Hier wird über Frauenberg (939 m) nach Mürzhofen im Mürztal (561 m, nordöstlich) abgebogen (Markierung 714/715). Durch den Mürzgraben geht es vorbei am GH „Rumpelmühle“ (Markierung 458/457) hinauf zum Troiseck (1400 m), wo noch vor dem Pretalsattel (1068 m) der Zusammenschluss mit dem auf dem Magdalensberg bzw. Diex verlassenen Mariazellerweg 06 (Klagenfurt – Eibiswald – Graz – Mariazell) erfolgt (Gesamt etwa 230 km ab Magdalensberg).

Zeitersparnis gegenüber dem Weg über Eibiswald 3 – 4 Tage, mittlere Tour.

 

Der „Steirische Mariazellerweg 06“ (ca. 215 km über Mürztal, über Krieglach ca. 10 km kürzer):

Ab Eibiswald verlaufen der Kärntner und der Steirische Mariazellerweg gemeinsam über Schwanberg, Deutschlandsberg (368 m), Bad Gams (406 m) und Stainz (374 m) in die Landeshauptstadt Graz (371 m). Über den Wallfahrtsort Mariatrost (470 m) auf den aussichtsreichen Schöckl (1445 m) und hinunter nach Passail (653 m), nun über die Sommeralm (1404 m) zum Straßegg (1163 m) und zum Gasthof auf der Schanz (1171 m). Weiter über die Stanglalm (1470 m), Mitterdorf (587 m) und die Hundskopfhütte (960 m) zur Rotsohlalm (1429 m) am Fuße der Hohen Veitsch bzw. über den Niederalplpass (1224 m) nach Schöneben (1099 m) oder wahlweise vom Gasthof auf der Schanz über Alpl (967 m), Krieglach (608 m), das Veitschbachtörl (1406 m) und über Mürzsteg (782 m) zum Buchalpenkreuz (1402 m) sowie nach Schöneben und weiter gemeinsam mit der Mitterdorfer Variante nach Mariazell.

Leichte bis mittlere Touren.

 

Wanderführer (Wegbeschreibung): E. und F. Käfer: „Pilgerwege nach Mariazell“, Band West + Süd, 6. völlig erneuerte Auflage 2009, Verlagsgruppe Styria, Graz, www.verlagsgruppestyria.at, 199 Seiten, € 16,95, zuzüglich Porto bei Postversand, enthält die Mariazellerwege von Oberösterreich, Salzburg, Kärnten und Steiermark. Erhältlich im Fachhandel und über die Sektionsadresse.

Wenn Sie diesen Wanderführer lieber zugesandt bekommen möchten, dann schicken Sie uns einfach eine Mail: weitwanderer@sektion.alpenverein.at.

 

 

INFORMATION:

Der sog. „Wanderführer“ gibt Ihnen Auskünft über alles, was Sie zu einer Weitwanderung benötigen: eine genaue Wegbeschreibung mit Gehzeiten, Gehlängen in Kilometern, Höhenangaben, Wissenswertes über Sehenswürdigkeiten, Hinweise auf Quartiere (auch Hütten) mit Telefonnummern und, soweit vorhanden, eMail-Adressen, sowie die jeweils zuständige Tourismusorganisation und das benötigte Kartenmaterial.

Abzeichenversand: OeAV-Sektion Weitwanderer, Karl Reitner, Kegelprielstraße 13, A-4400 Steyr, Tel. +43(0)7252/70978.

Mariazell

Einteilung der Touren

Sehr leichte Tour: Beinahe keine Höhenunterschiede, Weg ohne Anstrengung nahezu bei jeder Wetterlage begehbar.

Leichte Tour: Weg mit mäßigen Höhenunterschieden, bei nicht extrem schlechter Wetterlage ohne beson­dere Anstrengung begehbar.

Mittlere Tour: Mittelgebirge sowie Hochgebirge über der Waldgrenze, größere Höhenunterschiede, entsprechende Kon­dition und gute Ausrüstung erforderlich. Weg bei nicht extrem schlechten Wetterbedin­gungen begeh­bar.

Anspruchsvolle Tour: Hochalpines Gelände, Orientie­rungs­ge­schick, Trittsicherheit und Schwindel­freiheit erfor­derlich, teilweise gesicherte Steige, nur bei Schön­wetter begehbar.

 

Bitte beachten Sie, dass eine solche Einteilung nicht jede spezielle Situation berücksichtigen kann und immer wieder Grenzfälle und Ausnahmen vorkommen. Erkun­digen Sie sich daher nach Möglichkeit auch bei kompe­tenten Stellen vor Ort über die jeweiligen Wetter- und Wegverhältnisse.

Noch ein Tipp: Sehen Sie sich vor jeder Weitwanderung in unserer Homepage unter „Neues für Weitwanderer“ um, darin erfahren Sie all jene Änderungen auf Wegen, die uns bekannt werden, und sind somit immer auf dem neuesten Stand!

 

Weitere Links:
Pilgerwege nach Mariazell
Anreise allgemein
Alpenverein

 

Text:
Alpenverein
Sektion Weitwanderer

Die Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 08.07.2015


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