Burgenländische Kroatenwallfahrt 2019

Rund 6.000 Pilger haben am letzten August-Wochenende an der traditionsreichen Wallfahrt der Burgenlandkroaten nach Mariazell teilgenommen. Heuer stand das Ereignis unter dem Motto „40 Jahre Kroatische Sektion“. Höhepunkt war ein Festgottesdienst am Samstagabend, den der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics gemeinsam mit dem Diözesanbischof seiner Nachbardiözese Szombathely, Janos Szekely, leitete. Die Wallfahrt ist ein Fixpunkt im Wallfahrtsprogramm der steirischen Basilika: Seit 1923 pilgern Ende August Kroaten aus den gemischtsprachigen Pfarren zur Mariazeller Gnadenstatue.

Kroatenwallfahrt 2019, Foto: Anna Scherfler

Die „Kroatenwallfahrt“ nach Mariazell wird seit 96 Jahren von den Mitgliedern der kroatischen Volksgruppe in Österreich veranstaltet. Rund 30.000 Personen zählen sich in Österreich zur Volksgruppe der Burgenlandkroaten, von denen ein beträchtlicher Teil in Wien und in anderen Bundesländern lebt. Die Burgenlandkroaten machen etwa sechs Prozent der burgenländischen Gesamtbevölkerung aus, ihr prominentester Vertreter ist Bischof Zsifkovics selbst.

Zentrales Symbol der jährlichen Großwallfahrt ist eine Marienstatue, die in Mariazell je einer anderen kroatischen Gemeinde zugeteilt wird und im kommenden Jahr wieder mitgebracht wird. Die Initiative dazu stammt vom ersten Eisenstädter Bischof, Stefan Laszlo, der die Wandermuttergottes 1973 als Symbol eines friedlichen Miteinanders zur Zeit des Kalten Krieges einführte. In diesem Jahr wurde die Statue von der ungarischen Pfarre Narda an die Pfarre Zillingtal (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) überreicht.

Bericht: Kathpress
Fotos: Anna Scherfler

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