Telefonärzte in der Steiermark

Wie die Kronen Zeitung kürzlich berichtete, startet in Mariazell und in Eisenerz im Herbst 2016 das Pilotprojekt „Telefonärzte“. VP-Gesundheitslandesrat Christopher Drexler sagt klar, dass in diesen beiden Randregionen hinsichtlich der medizinischen Versorgung dringender Handlungsbedarf besteht. Ab September 2016 wird mit dem Projekt „Telefonärzte“ nun ein neuer Weg eingeschlagen.

Die Patienten erreichen in Zukunft in den Nachtstunden (Montag- bis Freitagnacht, jeweils von 19:00 bis 7:00 Uhr) unter der Telefonnummer 141 einen Telefonarzt. Dieser sitzt in Graz und entscheidet via Telefon, ob noch in der Nacht eine Visite eines Arztes notwendig ist, ein Spital aufgesucht werden muss oder ob es reicht, wenn der Patient am nächsten Tag zum Arzt geht.

Wirklich dringende Notfälle können natürlich weiterhin an den Notarztdienst bzw. die Rettungsstelle unter 144 gemeldet werden.

Telefonärzte in der Steiermark

In Graz gibt es diesen Ärztenotdienst via Telefon schon länger, bei den Telefonärzten handelt es sich um erfahrene Mediziner, so Michael Koren, Geschäftsführer des Gesundheitsfonds.

Auch in Niederösterreich und in Kärnten wurde dieses Modell bereits getestet und dort hat sich gezeigt, dass es gut funktioniert. Daher soll das Modell – nach einem eineinhalb Jahre langen Testlauf – langfristig in der gesamten Steiermark und eventuell nicht nur nachts sondern auch tagsüber zum Einsatz kommen. Bevor es aber tatsächlich soweit ist und dieses Konzept flächendeckend eingeführt wird, werden Erfahrungen gesammelt und diese genau analysiert.

Drexler ist sich sicher, mit diesem ersten Schritt die Qualität der medizinischen Versorgung in Mariazell und Eisenerz zu verbessern.

Weiters wird in naher Zukunft auch geklärt, wie es mit der derzeitigen Ambulanz in Mariazell weitergehen wird. Angedacht ist eine Art Primärversorgungseinrichtung, hierfür sind aber noch letzte Details zu klären, so Drexler.

 

Bericht und Fotos: Mariazell Online

Quelle: www.krone.at

 

 

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