Einsatzzentrum hilft über Leidensdruck hinweg

Noch heuer soll in Mariazell mit dem Bau des neuen Eisatzzentrums für Feuerwehr, Rotes Kreuz und Bergrettung begonnen werden.

 

So soll das Einsatzzentrum in Mariazell ausschauen

 

„Das Ziel ist sportlich, aber wir wollen noch heuer mit dem Bau des neuen Einsatzzentrums in Mariazell beginnen“. sagt Bürgermeister Manfred Seebacher aus St. Sebastian. Wenn es heuer mit dem Baubeginn nicht klappt, dann jedoch ganz sicher im Frühjahr. „Der Vorentwurf ist von allen beteiligten Gemeinden und auch vom Land Steiermark abgesegnet. Auch die Finanzierung ist gesichert“, sagt Seebacher ergänzend. Die Kosten für das Einsatzzentrum betragen rund acht Millionen Euro. „Uns haben so wohl Landeshauptmann Voves als auch Landeshauptmannstellvertreter Schützenhöfer großzügige Unterstützung zugesagt. Wir haben als benachteiligte Randregion auch keine Hemmungen, immer wieder beim Land um Unterstützung anzuklopfen“, sagt Seebacher.
Unter „benachteiligt“ spricht Seebacher die vielen Infrastruktureinrichtungen an, die in Landgemeinden zusätzlich errichtet werden müssen. „In Ballungszentren profitiert man von der Nachbargemeinde, das beispielsweise fällt im Mariazellerland flach“, sagt Seebacher.

Gußwerk bleibt eigenständig

Das Mariazellerland hat einen Feuerwehrverband. Beteiligt sind die Gemeinden Mariazell, Halltal und St. Sebastian. Gußwerk hat drei Feuerwehren und wird sich mit der Feuerwehr nicht am Einsatzzentrum beteiligen.
Das Rote Kreuz Mariazell ist für das gesamte Mariazellerland zuständig. In diesem Fall beteiligt sich Gußwerk wieder am neuen Einsatzzentrum. Platz im Einsatzzentrum findet auch die Bergrettung des Mariazellerlandes.

Modellregion

Das neue Einsatzzentrum wird im Bereich des Bundesschullandheimes auf Mariazeller Gemeindegebiet errichtet werden. Ein Gerangel um den Standort des neuen Einsatzzentrums hat es nicht gegeben. „Ob das neue Gebäude der Einsatzorganisationen jetzt in Halltal, St. Sebastian oder Mariazell steht, ist absolut zweitrangig. Wichtig ist, dass es gebaut wird“, sagt Bürgermeister Seebacher.

 

So soll das Einsatzzentrum in Mariazell ausschauen

 

Die vier Gemeinden des Mariazellerlandes sind Regionext-Modellregion. „Die Regionext-Idee wird bei uns bereits seit Jahren gelebt. Aus einem wirtschaftlichen Leidensdruck heraus wurden wir bereits früh gezwungen gemeindeübergreifend zu operieren, und das über Parteigrenzen hinweg. Es verbindet uns Freundschaft“, sagt Manfred Seebacher.