Mut zum Mup

Mup steht für Mariazeller Umweltpunkt. Dahinter steckt ein Rezept für bewussten Umweltschutz.

Die Weltenbummler Jane und Walt Schwarz haben sich in Mariazell niedergelassen. Damit auch ihre Enkel und Urenkel diese naturbelassene Landschaft vorfinden, haben sich die beiden unermüdlichen Umweltaktivisten etwas einfallen lassen: „Probleme sind lösbar, weil ihre Ursachen klar sind. Katastrophen sind tausend komplexe Probleme vereint. Ihre Lösungen sind nur durch gemeinsames Bemühen aller Betroffenen möglich“, sagt Walt Schwarz und will mit dieser Analyse den Kampf gegen die Klimakatastrophen aufnehmen. „Klimaschutz beginnt im kleinen Kreis. Unser Ziel ist es, alle 5100 Bewohner des Mariazeller Landes zu bewegen, sich Schritt für Schritt mit der Umwelt auseinander zu setzen“, sagt Walt Schwarz, der nach den Grundsätzen des amerikanischen Sierra-Clubs handelt. „Umweltschutz muss nicht radikal sein, man muss die Wirtschaftbeim Umweltschutz mit ins Boot nehmen“, erklärt Walt Schwarz, der gemeinsam mit seiner Frau in Amerika erfolgreich ein Umweltschutz-Projekt in Gang gebracht hat.

Mup zur Belohnung
Geht es nach Jane und Walt Schwarz, soll man künftig Mups, Mariazeller Umweltpunkte, für umweltbewusstes Handeln bekommen. Beispiele für solche Mups wären das verwenden öffentlicher Verkehrsmitteln, der Umstieg auf energiesparende Glühbirnen oder der Kauf regionaler Produkte. „Die Mup-Liste ist lang. Kontrollen gibt es keine, es gilt die Selbstkontrolle“, sagt Walt Schwarz, der das Mup-Prinzip auch auf die Handelsbetriebe ausdehnen möchte. Vorgestellt haben Walt und Jane Schwarz ihr Mup-Projekt bereits beim Regionalparlament Mariazeller Land. „Wir wurden auch eingeladen, im Kleinregionalen Entwicklungskonzept von Regionext unsere Ideen und Vorschläge einzubringen“, sagt Walt Schwarz.

Zögerliche Bereitschaft
Die Familie Schwarz erntet zwar viel Lob für ihr Engagement, sich aktiv am Projekt beteiligen wollen sich vorerst jedoch noch wenige. „Wir sind das Kämpfen gewohnt“, sagt Walt Schwarz unbeirrbar.

Siehe auch „Ausgerechnet Mariazell“

 

Bericht „Obersteirer“