Via Sacra: Fotoshooting zum Jubiläum
Kaiser, Könige und Päpste, vor allem aber Millionen einfache Pilger waren auf der traditionellen Via Sacra schon unterwegs. Seit über 800 Jahren bewältigen die Menschen die von Kapellen und kunsthistorisch bedeutsamen Kirchen gesäumte, heilige Route von Wien nach Mariazell. Im Jahr 1832 entging Kronprinz Ferdinand einem Attentat und unternahm als Dank dafür im Jahr darauf eine Pilgerfahrt zur Magna Mater Austriae in Mariazell. Er wurde dabei vom Maler Eduard Gurk begleitet, der den Pilgerweg vom Kaiserhof in Wien bis nach Mariazell in insgesamt 40 Aquarellansichten unter dem Titel „Eine malerische Reise“ dokumentierte. Ein Bild aus dieser Serie zeigt die Pilger am Ziel ihrer Wallfahrt am Haupteingang der Basilika.

Im Jahr 2026 jährt sich das Erscheinen des Buches „Die heilige Straße – Der Pilgerweg von Wien nach Maria Zell“ zum 100. Mal. Darin wurde der jahrhundertealte Pilgerweg von Wien nach Mariazell zum ersten Mal als „Via Sacra“ bezeichnet. Dieses Jubiläum wurde vom „Via-Sacra-Pilgerverein“ zum Anlass genommen, das letzte Bild der Serie von Eduard Gurk mit Darstellern der Mariazeller Theatergemeinschaft in der Jetztzeit möglichst genau nachzustellen und diese Aufnahme als „Aufhänger“ für diverse Veranstaltungen anlässlich 100 Jahre Via Sacra zu verwenden.

Organisiert von Pilgerbegleiterin Hermine Butter wurden die Schauspieler/innen von Buchautor Christian Hlavac vom Via-Sacra-Pilgerverein und dem Mariazeller Fotografen Josef Kuss in die Posen und Positionen des Originalgemäldes von Eduard Gurk gebracht. Das Besondere an dieser Szene ist, dass das geöffnete Hauptportal einen direkten, frontalen Blick vom Vorplatz der Basilika auf die Gnadenkapelle und die Marienstatue ermöglicht – das ist aufgrund des meist geschlossenen Mittelportals äußerst selten.

Anlässlich 100 Jahre Via Sacra wird im Juni 2026 auch ein geführtes und organisiertes „Jubiläumspilgern“ veranstaltet. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Mostviertel-Tourismus.














