Sternsingen im Salzatal 2026

Das Motto der Sternsinger: 2026 unter gutem Stern

Die Sternsinger setzen alljährlich ein Zeichen für eine gerechtere Welt, heuer indem sie Spenden für Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika sammeln. Eines dieser Projekte ist in Tansania, eines der ärmsten Länder der Welt, dort stärkt die Partnerorganisation Human Life Defence Department (HLDD) Familien, die am Land leben und unter unzureichenden Ernten leiden. Mit klimaresistenten Pflanzen und verbesserten Anbaumethoden sollen langfristig stabile Erträge ermöglicht werden – ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Mangelernährung, von der besonders Kinder betroffen sind.

Sternsinger 2026 beim Franzbauer im Salzatal - Foto: Ing. Franz Peter Stadler
Sternsinger 2026 beim Franzbauer im Salzatal – Foto: Ing. Franz Peter Stadler

Das Human Life Defense Department (HLDD), unterstützt Familien dabei, sich mit Nahrung zu versorgen, das Pastoral Women’s Council (PWC) stärkt Massai-Frauen dabei, ihre Rechte zu erlangen und ein eigenes Einkommen zu erschaffen wie Schulabschluss für Mädchen, Wirtschaftliche Unabhängigkeit, usw.

Brauchtum:

Die Heiligen Drei Könige oder „Weisen aus dem Morgenland“ – wie sie auch bezeichnet werden – kommen aus der christlichen Tradition, die ihren Ursprung in der Weihnachtsgeschichte des Matthäus-Evangeliums (Mt 2) hat. Die von Matthäus erwähnten „Sterndeuter“ (im griechischen Ausgangstext Magoi, wörtlich „Magier“) wurden durch den Stern von Bethlehem zu Jesus geführt.

Im Neuen Testament werden sie nicht als „Könige“ bezeichnet, auch gibt es keine Angabe über ihre Anzahl. Diese Angaben entstammen einer umfangreichen Legendenbildung, die im 3. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Die in der Westkirche verbreiteten Namen Caspar, Melchior und Balthasar werden erstmals in Legenden des 6. Jahrhunderts erwähnt.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Sternsingen wiederbelebt. Der Brauch findet in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol statt und wird vorrangig von katholischen Gemeinden organisiert. Die Sternsinger sind meist Kinder und Jugendliche, die in Begleitung eines Erwachsenen von der jeweiligen Pfarrgemeinde ausgesandt werden, häufig Ministranten oder Kommunionkinder.

Sternsinger 2026 beim Franzbauer im Salzatal - Foto: Ing. Franz Peter Stadler
Sternsinger 2026 beim Franzbauer im Salzatal – Foto: Ing. Franz Peter Stadler

Den Menschen, die sie in Ihr Haus oder Wohnung einlassen, singen die Sternsinger ein Lied und sprechen ein Gebet bzw. sagen Gedichte auf. Dann schreiben sie mit geweihter Kreide 20 C+M+B 26, verbunden mit der jeweiligen Jahreszahl, an die Haustüren oder Türbalken. Von diesen Anfangsbuchstaben der Namen Caspar, Melchior und Balthasar leitete man Mitte des 20. Jahrhunderts „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne (dieses) Haus!“) als christlichen Segensspruch ab.

Oft wird Caspar als Myrrhe schenkender Afrikaner (erst ab dem 12. Jahrhundert), der Europäer König Melchior Gold und Balthasar als asiatischer König bringt den Weihrauch. In der Übersetzung bedeutet Caspar „Der Schatzmeister“, Melchior „Königliches Licht“ und Balthasar „Schütze mein Leben“.

Gesegnet sei euer Heim, damit Frieden sich darin entfalte.
Gesegnet sei euer Herz, damit es sich öffne für andere Menschen.
Gesegnet seien eure Hände, damit sie gute Taten vollbringen.
Freude und Wohlergehen im neuen Jahr

das wünschen euch Caspar, Melchior und Balthasar.

Auch die Hl. 3 Könige müssen sich mal stärken, wie z. B. am 3. Jänner 2026 beim Franzbauer im Salzatal.

Herzlichen Dank an Ing. Franz-Peter Stadler 1010 Wien, Salzatal & Schladming für Text und Fotos.

Bericht: Mariazell Online, Franz Peter Stadler
Bilder und Video: Franz Peter Stadler

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