Emilia und ihre Freundinnen Julia und Johanna sind Eislaufen. Vergnügt drehen sie Runde um Runde auf dem zugefrorenen See. „Ich brauche eine Pause“, ruft Emilia schließlich und fährt an den Rand. Mit wackeligen Beinen geht sie auf eine Bank zu und lässt sich erschöpft fallen. Nach einer Weile hört sie ein klägliches Maunzen hinter sich. Vorsichtig geht sie den Geräuschen bis zu einer Dornenhecke nach. Da sieht sie ein kleines Kätzchen, das sich im Gestrüpp verfangen hat. Schnell befreit sie es und trägt es zur Bank. Dankbar schmiegt sich das Kätzchen an Emilia, kuschelt sich schnurrend auf ihren Schoß und schläft schließlich ein. Da ist es um Emilia geschehen. Dieses Kätzchen möchte sie nie wieder hergeben. Zu Hause überlegt sie mit ihren Eltern, was zu tun ist. „Am besten gehen wir zum Tierarzt und lassen sie untersuchen“, schlägt Mama vor.

Kurze Zeit später schaut sich Dr. Moser das Kätzchen ganz genau an. „Sie scheint noch jung zu sein, vielleicht ein Jahr. Das Fell ist etwas struppig, aber sie ist gesund und munter.“ „Meinen Sie, ich kann sie behalten?“ Emilia schaut ihn flehend an. „Sie trägt weder ein Halsband noch ist sie registriert“, stellt er fest. „Es wird auch keine Katze vermisst, auf die ihre Beschreibung passt. Ich denke, das Kätzchen ist ein Streuner.“

„Was heißt das genau?“, fragt Emilia ungeduldig. „Du darfst sie behalten“, freut sich Mama. Emilia kann ihr Glück gar nicht fassen und fällt zuerst dem Tierarzt, dann Mama um den Hals. „Das Kätzchen wird Mimi heißen“, beschließt Emilia, „und sie wird es bei mir so gut haben wie noch nie.“

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