„Hast du eine Idee, was wir Oma und Opa zu Weihnachten schenken könnten?“, Emilia schaut Jonas fragend an. „Keine Ahnung!“ Jonas zuckt mit den Achseln. „Vielleicht fällt uns etwas ein, wenn wir heute Abend bei ihnen sind.“

Nach Einbruch der Dunkelheit brechen alle gemeinsam zum Haus der Großeltern auf. In der gemütlichen Bauernstube ist der Tisch schon reichlich gedeckt. „Setzt euch! Es gibt Rindsgulasch mit Semmelknödel und danach einen Kaiserschmarrn. Extra ohne Rosinen.“ Dabei schaut Oma Jonas an. „Du magst sie ja nicht so gerne.“ „Oh, wie lecker!“, freut sich Jonas. Er hat wirklich die beste Oma der Welt, denkt er voll schlechtem Gewissen. Denn er und Emilia haben am 16. Dezember noch immer kein Geschenk für sie.

„Früher hätte man auf uns Kinder keine Rücksicht genommen“, sagt Opa da. „Das ist heute schon besser.“ „Aber es war nicht alles schlecht früher. Es gab auch schöne Zeiten!“ Oma schaut Opa verträumt an. „Weißt du noch, als wir das erste Mal zusammen im Kino waren?“

„Und ob ich das noch weiß!“ Opa lacht. „Wir waren in einer französischen Komödie mit Louis de Funès.“ „Genau“, schwärmt Oma. „Ich glaube, ich habe noch nie so gelacht, wie bei diesem Film. Wie gerne würde ich ihn mal wiedersehen.“

Emilia und Jonas schauen sich an und grinsen. Endlich haben sie eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk. Denn sie wissen: Im Kino laufen zurzeit Filme von Louis de Funès. Wenn das kein Wink des Schicksals ist.

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