Emilia und Jonas sind heute mit ihren Eltern in ihrem Lieblingsgasthaus. Alles ist weihnachtlich dekoriert und die Stubenmusi spielt. So viele Instrumente hat Jonas selten auf einmal gesehen. Die Steirische Harmonika kennt er natürlich, er entdeckt aber auch eine Zither, eine Gitarre, eine Harfe, einen Kontrabass und ein Steirisches Hackbrett. Das gefällt ihm am besten. Beeindruckt horchen er und seine Schwester den Liedern.

Plötzlich mischen sich unter die Stubenmusi einige schiefe Töne. Es klingt wie ein Scheppern und Klopfen. Können die Musiker auf einmal nicht mehr spielen? Emilia und Jonas fangen an zu kichern. Nein, die Geräusche kommen aus einem Nebenraum. Das Klopfen wird immer lauter. Was mag das nur sein?

In dem Moment ergreift der Gastwirt das Mikrofon. „Es tut mir leid für die Störung.“ Nervös kratzt er sich am Kinn. „In unserem Nebenraum sitzt ein weiteres Musiktalent, das unbedingt zuhören möchte.“ Er verschwindet kurz und kehrt dann mit einem Papagei auf seiner Schulter zurück. „Coco hat es in seinem Käfig nicht mehr ausgehalten. Wenn die Musik spielt, möchte er dabei sein.“ Mit diesen Worten setzt er den quirligen Papagei auf eine Stange direkt neben die Musikanten. Dann beginnt die Stubenmusi wieder zu spielen. Doch was ist das? Coco ist tatsächlich ein Musiktalent. Voller Begeisterung tanzt er auf der Stange hin und her. Er schwingt seinen Kopf und schlägt mit den Flügeln. Und das alles im Takt, als hätte er nie etwas anderes getan.

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