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Basilika Mariazell - Neue Orgel

Alter Raum mit neuen Formen
 
Eine neue Orgel und ein neuer Altar schmücken nun den östlichen Liturgiebezirk der Mariazeller Basilika um den Hochaltar von Fischer-von-Erlach.
"Wir haben zu einem guten Miteinander gefunden, was nicht selbstverständlich ist", bemerkte Superior Pater Karl Schauer anlässlich der Orgelweihe in der Mariazeller Basilika am 7. September 2000. Der unermüdliche "Bettler" um Spendengelder für die Erhaltung des Wallfahrtszentrums zeigte sich über die Spendenfreudigkeit für die Errichtung der neuen Chororgel beeindruckt.

19.964 größere und kleinere Geldgeber ermöglichten das Werk, ihre Adressen sind in einer Cartridge gespeichert, die (nur für den Orgelbauer zugänglich) im Inneren der Orgel aufbewahrt wird.

Der neue Hochaltar

Ein großes Gesamtkonzept ist nun zum Abschluss gekommen. Der gesamte östliche Liturgiebezirk der Basilika mit dem Fischer-von-Erlach-Hochaltar als Mittelpunkt wurde neu gestaltet. Anstelle des bisher verwendeten provisorischen "Volksaltars auf Rädern" ist nun ein in einfacher Form gehaltener, vom deutschen Bildhauer Ulrich Rückriem gestalteter Altar Zentrum der Eucharistiefeiern geworden.

Der neue Altar wurde anlässlich des Patroziniums von Diözesanbischof Johann Weber eingeweiht. Der Hochaltar des bedeutenden österreichischen Barockarchitekten Fischer von Erlach wurde weitestgehend auf seine originale Gestalt zurückgeführt, der gesamte Raum besticht nun durch Klarheit der Form und gute Lichtgestaltung.

"Es wurde etwas Passendes und Richtiges im alten Raum mit neuen Formen geschaffen", sagte der Linzer Diözesanbischof Maximilian Aichern, als ehemaliger Abt des Stiftes St. Lambrecht bestens mit der Mariazeller Basilika vertraut, bei der von ihm vorgenommenen Orgelweihe.

Die neue Orgel

Das neue Instrument wurde von der Schweizer Orgelbaufirma Mathis geschaffen, die ersten "offiziellen" Töne entlockte der mit 29 Registern recht stattlichen Orgel der Wiener Organist Hans Haselböck. Anschließend an die Orgelweihe gab es ein kleines Konzert mit dem "Salve Regina" und einem Orgelkonzert von Joseph Haydn. Hier wurde die Orgel von Gesangssolisten, der Schola Cantorum Klosterneuburg-Wien unter der Leitung von Wolfgang Bruneder und der Jungen Philharmonie Wien unter der Stabführung des ehemaligen Ministers Rudolf Streicher unterstützt.

Die Renovierungsarbeiten in und an der Basilika Mariazell sind aber mit diesem Schritt noch lange nicht abgeschlossen. Als nächstes wird der hintere Teil der Basilika in Angriff genommen, danach folgt dann ncoh die Außenrenovierung und die Vorplatzgestaltung. Bis zur 850-Jahr Feier im Jahre 2007 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die für die Gesamtsanierung geschätzt erforderlichen 400 Mio. ATS auf die Beine zu stellen, dafür setzt sich vorwiegend das Kuratorium "Mariazell braucht Ihre Hilfe" ein. Auf der Homepage des Kuratoriums finden Sie nicht nur eine Übersicht über die bereits abgeschlossenen, die laufenden und die zukünftigen Projekte zur Gesamtsanierung der Basilika sondern erfahren auch, wie sich dieses Kuratorium zusammensetzt und wie Sie mit Ihrer Spende diese Sanierungsarbeiten unterstützen können.

Bericht: Herbert Tomaschek, Kleine Zeitung,
Fotos: J. Kuss, Mariazell


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Zuletzt geändert am 04.10.2007