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Mariazell |
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Im fernen Kloster St. Lambrecht, zu dem der Besitz der Mariazeller Gegend gehörte, fasste Abt Otker den Entschluss, den heiligmäßigen Mönch Magnus in jene Gegend zu schicken, um die Seelsorge des daselbst ansässigen Hirtenvolkes zu übernehmen.
Der Mönch hatte in seiner Klosterzelle eine überaus geliebte
Marienstatue, die er selbst geschnitzt hatte. Mit Bewilligung des Abtes
durfte er diese mit auf die Reise nehmen. Als er, schon müde von der
beschwerlichen Wanderung, am Abend des 21. Dezember 1157 nahe dem Ziele
war, das er sich zu Niederlassung ausersehen hatte, versperrte ihm
plötzlich ein aufragender Felsblock den Weg.
Da die Nacht schon hereingebrochen war, wurde der Mönch zaghaft und
wandte sich flehentlich an die Muttergottes um Hilfe. Sogleich spaltete
sich der Felsen und gestattete dem Mönch den Durchgang. Er sah eine
freie Anhöhe, die er erstieg.
Nachdem er dieses Ziel erreicht hatte, stellte er die Statue auf einen
Baumstrunk, der noch heute im Gnadenaltar erhalten ist, begann eine
Holzkapelle zu zimmern und eine Zelle für sich. Von hier aus übte er
die Seelsorge aus, und alsbald wurde die Kapelle der geistige
Mittelpunkt für die ganze Gegend.
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Der "Ursprungfelsen" in der Rasing, knapp unterhalb von Mariazell,
wurde liebevoll zugänglich gemacht und ist über einen neu angelegten
Weg mit Treppen und Brücken noch heute zu besichtigen. |
Mariazell liegt im Gebiet der nördlichen Kalkalpen, im
steirisch-niederösterreichischen Grenzgebiet. Der Ortskern liegt in
einer Seehöhe von 868 m auf einer schiefen Hochfläche am Hang der
Bürgeralpe. Der Talgrund (Rasing) befindet sich ca. 100 m tiefer. Das
Landschaftsbecken ist von Bergen mittlerer Höhe rings umsäumt.
Sternförmig streben die Täler auseinander bzw. zusammen: Das Salza-Tal
mit dem Walstertal, das Grünautal, das Aschbachtal mit dem Gollradtal
und auf niederösterreichischem Boden das Erlauftal und das Lassingtal. Gleichzeitig liegt Mariazell in einer Passlandschaft.
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Wer nach Mariazell kommen oder es verlassen will, muss über einen Sattel oder einen Pass:
Über den Seebergsattel, die Hochleiten, das Niederalpl, den Zellerrain, den Josefsberg und den Annaberg, über den Wastl am Wald, über den Lahnsattel oder die Salzaleiten.
Der Vielfalt des aufbauenden Gesteins steht die Mannigfaltigkeit seiner Landschaftsformen gegenüber.
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Die Basilika dominiert das Ortsbild von Mariazell. Sie beherbergt die Gnadenmutter und zieht alljährlich tausende Pilger aus ganz Europa an.
Fußwallfahrer, Busgruppen und Individualreisende sind stets aufs Neue
fasziniert von der Ausstrahlung des imposanten Bauwerkes und erbitten
seit Jahrhunderten Rat und Hilfe von der "Magna Mater Austriae", der
großen Mutter Österreichs. |
Der Hauptplatz im Zentrum von Mariazell, gleich neben der Basilika.
Hier finden sich die ältesten Häuser von Mariazell. Der zuletzt im Jahr
1996 anläßlich der steirischen Landesausstellung "Schatz und Schicksal"
renovierte und neu gestaltete Platz ist gleichzeitig das touristische
Zetrum des Ortes. Die im Sommer zahlreichen "Schanigärten"laden zum
Verweilen in der Sonne ein... |
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Sicher finden auch Sie bei den zahlreichen Ständen neben der Basilika Andenken die Sie an Mariazell und die Basilika
erinnern. Neben Rosenkränzen, Kerzen, "Schneekugeln" und den bereits
zur Tradition gewordenen Namenshäferln wird hier aber nicht nur Kitsch
sondern auch echtes heimisches Kunsthandwerk angeboten. |
| Auf lauschigen Wegen können Sie in und um Mariazell spazieren
und die Atmosphähre, die gute Luft und das herrliche Bergpanorama
genießen. Zahlreiche Rastbänke säumen diese Wege, ideale Plätze nicht
nur zum Ausrasten und "Seele baumeln lassen"... |
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Ruhige Parkanlagen, wie hier der Kindergartenpark, sind das Gegenstück
zum regen Treiben am Hauptplatz. Urlauber und Erholungssuchende sind
eher hier zu finden. Abseits von Menschenmengen und Wallfahrtsgruppen
sind z. B. in dieser Parkanlage der Kindergarten, die Hauptschule und
die Kleingolfanlage zu finden.
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| Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis ist die Teilnahme an einer
Lichterprozession. Diese Umzüge finden jeden Samstag und vor großen
Feiertagen vom 1. Mai bis Ende Oktober statt. Speziell bei größeren
Wallfahrten, wenn mehrere hundert Pilger mit ihren Kerzen und Fackeln
singend durch das Ortszentrum von Mariazell ziehen, ist aber allein
schon der Anblick und die Atmosphäre, die dann in der Luft liegt,
einfach unbeschreiblich... |
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zuletzt geändert am Dienstag, 26. Mai 2009 |
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